
Alpamayo: Traum-Pyramide der Anden
Für SCARPA Athletin Susi von den Berghasen war der Alpamayo lange ein Sehnsuchtsberg. 5.947 Meter hoch, im Herzen der Cordillera Blanca in Peru, gilt er als einer der schönsten Berge der Welt – nicht wegen seiner Höhe, sondern wegen seiner perfekten, schneeweißen Form.
Im Sommer 2025 wird dieser Traum Realität.

Akklimatisation und Anmarsch
Die Expedition startet in Huaraz. Eine Woche lang sammelt das Team Höhenmeter über 5.000 Meter, bevor es von Cashapampa ins Santa-Cruz-Tal geht. Esel transportieren das Hauptgepäck, während die vergletscherten Gipfel von Quitaraju, Artesonraju und schließlich der Alpamayo immer näher rücken.
Auf 4.300 Metern wird das Basecamp errichtet – direkt unter der makellosen Südwestwand. Von hier an trägt das Team die gesamte Ausrüstung selbst weiter ins Moränenlager auf 4.900 Meter.
Hochlager und Entscheidung
Nach Neuschnee und schwierigen Bedingungen steht die Entscheidung im Raum: weiter oder umkehren? Der Entschluss fällt zugunsten des Aufstiegs.
Durch ein Labyrinth aus Spalten und Seracs erreicht das Team auf 5.450 Metern das Hochlager. Am Abend zeigt sich der Alpamayo in voller Pracht – eine perfekte Pyramide im letzten Sonnenlicht.
Gipfeltag in der French Direct
Um Mitternacht beginnt der Aufstieg über die French Direct – eine bis zu 80 Grad steile Eisrinne. Der Bergschrund fordert volle Konzentration, dann geht es Seillänge für Seillänge nach oben.
Eisgeräte greifen, Frontzacken stehen präzise im harten Andeneis. Auf fast 6.000 Metern machen sich Höhe und Steilheit deutlich bemerkbar. Während der Vollmond über der Rinne steht, färbt der Sonnenaufgang den Horizont in intensives Rot.
Nach acht Seillängen folgt der schmale Gipfelgrat – wenige konzentrierte Schritte später steht Susi mit ihrem Team auf dem Gipfel des Alpamayo.
Unter ihnen breitet sich ein Wolkenmeer aus, die Cordillera Blanca liegt in völliger Stille zu ihren Füßen. Kein lauter Jubel – nur ein stiller, intensiver Moment.
Abstieg und Vertrauen ins Material
Der Abstieg erfolgt konzentriert durch die Rinne zurück ins Hochlager und weiter ins Basecamp.
Gerade bei minus 15 Grad und im 80-Grad-Eis zeigt sich, wie entscheidend zuverlässiges Material ist. Warme Füße, präzise Frontzacken und ein technischer Hochgebirgsschuh, der Isolation und Sensibilität verbindet. In der steilen Wand vertraute Susi auf den Phantom Tech HD – leicht, direkt und zuverlässig im harten Andeneis.
Eine Linie, die bleibt
Der Alpamayo ist für Susi mehr als ein Gipfel. Er ist eine klare Linie aus Eis, die sich in den Himmel zieht – und eine Erfahrung, die bleibt.









